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Therapieverfahren - Naturheilpraxis Kathrin Purucker

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N a t u r h e i l p r a x i s
Kathrin Purucker
Heilpraktikerin
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Therapieverfahren

Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

Die TCM ist liberal, emotional, geduldig, dynamisch, patientenzentriert und prozesshaft.
Das über Jahrtausende bewährte medizinische Heilsystem ist so gesundheitswirksam, dass es sich weit über seine kulturellen Grenzen hinaus ausbreiten und wahrlich in der ganzen Welt Wurzeln fassen konnte. Dies bedeutet nicht, dass wir ohne die moderne westliche Medizin auskommen sollen, sondern die Chinesische Medizin bietet die ideale integrative Ergänzung und setzt bei den Schwächen der Westlichen Medizin an.



 
Was ist Akupunktur?



Akupunktur als Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist eine Therapiemethode, die durch das Nadeln spezifischer Punkte die körperlichen Heilungskräfte aktiviert und durch das Wiederherstellen der energetischen Balance Gesundung fördert. Durch die Nadelung oder Erwärmung (Moxibustion) individuell ausgewählter Akupunkturpunkte wird der Organismus ganz gezielt dazu angeregt, sich selbst wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Traditionell versteht man unter Akupunktur die Förderung des Flusses der Lebensenergie (chinesisch "Qi" - sprich: "Tschi"), z.B. durch das Lösen von Blockaden, Stagnationen. Dieses Fließsystem ist ein energetisches Netzwerk von Kanälen, das nicht nur die Akupunkturpunkte, sondern – über innere Leitbahnverläufe – auch die inneren Organe miteinander verbindet und beeinflusst. Wissenschaftlich betrachtet hemmen die sensiblen Reize der Akupunktur auch die Schmerzweiterleitung zum Gehirn.

Zur Akupunkturbehandlung werden wenige sehr dünne Nadeln in individuell ausgewählte Punkte so gut wie schmerzfrei eingestochen, um das zuvor festgestellte Ungleichgewicht zu korrigieren. Je nach Erfordernis und in Rücksprache mit der behandelten Person verwende ich 1 bis maximal ca. 10 Nadeln. In der Regel verbleiben diese 20-30 Minuten. Bei Kindern genügen altersabhängig 0-10 Minuten.

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Möglichkeiten der TCM

Zwar ist die Akupunktur durchaus zu Recht durch die Behandlung von schmerzhaften Zuständen wie Arthritis sowie durch die Akupunkturanästhesie bei Operationen bekannt geworden, doch ihre Möglichkeiten sind viel umfassender und reichen von den akuten und infektiösen Krankheiten bis hin zu chronischen und inneren Leiden wie z.B. Kopfschmerzen, menstruellen Störungen, Atembeschwerden, Depressionen und hormonellen Erkrankungen.
Eine Aufzählung der vielen Krankheiten, die durch Akupunktur geheilt werden können wäre jedoch irreführend, da Akupunktur den ganzen Menschen und als einzigartiges Individuum behandelt und nicht eine lokale Störung, deren Ursache möglicherweise ganz woanders liegt.

Wenn zwei Menschen mit der gleichen Krankheit zur Behandlung kommen, werden sie, wenn die Ursachen verschieden sind, demnach unterschiedlich behandelt. Die Akupunktur versucht Ursachen und Muster, die hinter einem Symptom stecken, zu beheben.



Diagnostik

Krankheitszusammenhänge verstehen und jede "Körperlandschaft" individuell betrachten.
Ich frage nicht allein nach den Details der akuten Beschwerden, sondern erhebe eine umfassende Anamnese mit z.B. vergangenen Krankheiten und Erfahrungen, auffälligen Familienmustern und dem allgemeinen Wohlbefinden. Dies wird abgerundet durch die Einschätzung von Hautfarbe, Gesichts- und Körpermerkmalen sowie einer bei jedem Termin stattfindenden, aussagekräftigen Puls- und Zungendiagnose:

Die Zunge wird auf Form, Farbe und Bewegung des Zungenkörpers sowie auf die Beschaffenheit des Belages hin betrachtet, was vor allem Hinweise auf die Zustände der körperlichen Funktionskreise (jedes Organ mit seiner zugehörigen Leitbahn) liefert.

Die Pulse werden an beiden Handgelenken gefühlt und dort an jeweils 3 Positionen - sowohl oberflächlich (yang) wie auch tief (yin) - beurteilt. Sie sind den 12 Leitbahnen und deren Organen zugeordnet, und ihre Frequenz, Stärke, Fülle und Ausdrucksform geben Aufschluss über deren jeweilige Verfassung.

So gelingt es zusammen mit dem genauen Befragen ein vollständiges Bild dessen zu erhalten, was die aktuellen Beschwerden in ihrem Gesamtzusammenhang verursacht. Daraus ableitend erarbeite ich eine auf den/die PatientIn zugeschnittene Behandlungsstrategie.



Die Behandlung

Aufgrund des Anliegens, des (Erstanamnese)gesprächs und der Diagnostik kristallisiert sich heraus, welche Behandlungsmethode die Effektivste und Geeignetste ist und zur Anwendung kommt. In der Regel handelt es sich um eine Behandlungs-Serie mit mehreren Sitzungen à 45 - 60 Minuten, nähere Details besprechen wir am besten persönlich.


Moxibustion



Eine Moxabehandlung ist die gezielte Anwendung von Wärme und Wirkstoffen eines Krautes zur Stimulation von Akupunkturpunkten. Die Wärme wird erzielt durch Verbrennen der getrockneten Pflanze Artemisia vulgaris, bei uns bekannt unter dem Namen Beifuß.

Das Beifußkraut wird auf der Haut direkt oder indirekt angewendet. Für den indirekten Einsatz benutze ich zum Beispiel eine Salzschicht oder eine Ingwerscheibe, auf der das Beifußkraut zum Glühen gebracht wird. Papiermoxa, Kegel-, Faden- und Muschelmoxa sind weitere Anwendungsmethoden. Das Kraut der Beifußpflanze wird klassischerweise auch zu Zigarren gerollt, mit deren Glutkegel unter der Berücksichtigung bestimmter Techniken die Wärme und Wirkstoffe über den Akupunkturpunkt zugeführt werden können.

Die Moxibustion wird insbesondere bei Wärme(yang)-Energiemangel der Nadeltechnik vorgezogen und häufig auch mit der Nadeltechnik kombiniert angewendet.



Schröpfen



Als Schröpfen bezeichnet man jenes seit Tausenden von Jahren bekannte Naturheilverfahren, bei dem zur überwiegend lokalen Therapie Schröpfköpfe verwendet werden. In diesen ‚Glaskugeln’ wird mittels einer Spiritusflamme und infolge der Abkühlung der erwärmten Luft ein Unterdruck erzeugt. Dadurch wird beim Aufsetzen die Haut hineingesogen und es entsteht in diesem Segment eine intensive Durchblutung, die man ca. 10-15 Minuten wirken lässt.
Es handelt sich hierbei um eine Behandlung der Körperoberfläche, die über Akupunkturpunkte, Leitbahnen und reflektorische Verbindungen (kutiviszerale Reflexwege) auch die inneren Organe erreicht. Schröpfen zählt zu den erfolgreichen traditionellen Heilmethoden – fachgerecht angewendet ohne Nebenwirkungen – , bei denen keine Medikamente eingesetzt werden müssen.
Ziel des Schröpfens ist es durch Umstimmung, Regulation und Blockadenlösung die Selbstheilungskräfte des Organismus zu stärken oder erst in Gang zu setzen, wenn diese von sich aus nicht dazu imstande sind.


Das Schröpfen wende ich sowohl allein als auch als sinnvolle Ergänzung zu anderen notwendigen klinischen Maßnahmen an.

Schröpfkopfmassage

Bei der Schröpfkopfmassage wird ein Schröpfkopf (meist mit Gummiball zum Unterdruck erzeugen) auf die eingeölte Haut aufgesetzt und auf der zu therapierenden Fläche teils kreisend teils strichförmig verschoben. Diese Art der Gleitmassage ist sehr viel stärker durchblutungs- und Qi-Fluss-fördernd als eine normale Massage, sie stimuliert die funktionalen Wirkaspekte der Akupunkturpunkte und führt zu einer effektiven Lockerung der Muskulatur.



Ernährungsberatung

Was Gesundheit anbelangt, so wird sowohl in der Westlichen Medizin wie auch schon immer in der Traditionellen Chinesischen Medizin der Ernährung zurecht ein hoher Stellenwert beigemessen.
In der TCM gehen wir sogar soweit Lebensmittel als Heilmittel einzusetzen. Je nach Krankheitsbild erhalten meine PatientInnen auf Wunsch von mir eine ihren Lebensumständen angepasste Ernährungsempfehlung und -beratung, die einige Überraschungen für sie beinhaltet. Im Gegensatz zur westlichen, recht analytischen Sichtweise zu Lebensmitteln, ist nach dem Denkmodell der TCM die Energetik eines Nahrungsmittels und die Zubereitung entscheidend dafür, ob es für den Organismus bekömmlich ist oder nicht. Dabei ist mir wichtig nicht dogmatisch vorzugehen, Essen soll Freude und Genuss bereiten, Anpassungen sollen leicht umsetzbar sein und jede Kleinste davon ist auf Dauer höchst wertvoll.
Am Beispiel von Kindern sieht man sehr schön, dass häufig eine Ernährungsanpassung genügt, um beispielsweise immer wiederkehrende quälende Bauch- oder Kopfschmerzen schon in kürzester Zeit abzustellen.




Allgemeine Fragen



Welche Krankheiten kann Akupunktur behandeln?

Das Ziel einer Behandlung durch die Traditionelle Chinesische Medizin ist einen Menschen in seiner Einzigartigkeit zu behandeln und nicht eine lokale Erkrankung, denn die ist eingebunden in den ganzen Organismus. Jedes Symptom hat eine individuelle Entwicklung und hat sich mit der individuellen Geschichte eines Menschen entfaltet. Auch wenn sich Beschwerden wie z.B. Migräne ähneln, so sind die Ursachen doch meist vielfältig und unterschiedlich. Deshalb sind auch unterschiedliche und maßgeschneiderte Therapien notwendig.

Sollten Sie Fragen zu den Behandlungsmöglichkeiten Ihrer Beschwerden haben, lassen Sie sich von mir einen Beratungstermin geben, an dem wir klären in welcher Weise wir Ihre Symptomatik mittels Traditioneller Chinesischer Medizin behandeln können.

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Wer kann eine Akupunktur erhalten?

Es gibt keine Altersbegrenzung nach oben oder unten. Auch Babys und Kinder können behandelt werden. Oft reicht es aus die Punkte nur zu massieren. Ich begleite und behandele auch Schwangere, häufig auch ohne vorhandene Beschwerden.
Meine Praxis ist bedauerlicherweise nicht barrierefrei zugänglich und Sie sollten mobil genug sein den 1. Stock über Treppen erreichen zu können.
Auf Wunsch und nach Absprache biete ich auch Hausbesuche an.

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Wie viele Behandlungen werden benötigt?

Es ist mein eigener Anspruch an meine Arbeit und mein Ziel mit meinen PatientInnen in jeder Sitzung Behandlungserfolge und/oder eine Entwicklung zu erzielen.
Bei akuten Beschwerden kann bereits eine 1-3 -malige Behandlung zur Beschwerdefreiheit führen. Bei langwierigen, chronischen Geschehen kann die Behandlungsdauer spätestens nach der sechsten Behandlung genauer eingeschätzt werden, da dann die individuell unterschiedliche Reaktionsbereitschaft deutlicher zu erkennen ist. Überwiegend gilt, dass je langwieriger die Krankheitsentwicklung war oder ist, desto häufigere Behandlungen sind erforderlich.
Viele PatientInnen genießen auch präventiv 1 x monatlich eine Akupunkturbehandlung zu ihrer Gesundheitspflege oder die Begleitung eines Sparringpartners.

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Gibt es bei der Akupunktur Nebenwirkungen?

Eine fachgerecht und gewissenhaft durchgeführte Akupunktur ist sicher und hat so gut wie keine Nebenwirkungen.

Die Akupunktur setzt auf die selbstregulatorischen Kräfte des Körpers, deren Aktivieren im Verlauf der Behandlung kurzfristig Symptome verstärken kann, die jedoch rasch wieder abklingen. Die Heilung verläuft von innen nach außen, so dass ggf. veränderte Ausscheidungen über Haut, Stuhl und Urin wahrgenommen werden können. Meist tritt nach der Akupunktur eine angenehme Entspannung auf, manchmal ein Schlafbedürfnis. Es sollte vermieden werden sich zwei Stunden vor und nach einer Behandlung körperlich anzustrengen sowie üppige Mahlzeiten, Stress und sexuelle Aktivitäten.

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Kosten und Erstattung

Nach dem Erstgespräch, das auf einer ausführlichen Anamnese basiert, kann ich auf Wunsch einen individuellen Behandlungsvorschlag ausarbeiten, der u.a. auch die für die Behandlung entstehenden Kosten beinhaltet. Private Krankenversicherungen und entsprechende Zusatzversicherungen erstatten die Behandlung nach der Gebührenordnung für Heilpraktiker. Es bietet sich jedoch an den Behandlungsvorschlag der Versicherung vorzulegen und zu klären wie die Erstattung im abgeschlossenen Vertrag geregelt ist.
Die Abrechnung mit gesetzlichen Krankenkassen ist leider nicht möglich.



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